Historie of Quilts

Ein Auszug aus der Geschichte

Quilts gibt es schon seit vielen hundert Jahren. Früher fand man die handgemachten Kunstdecken in jedem Haushalt. Heute weiß kaum noch jemand, was ein Quilt ist. Wir, von Ney and Niq, wollen wieder das es mehr Quilts auf der Welt gibt und auch das dazu gehörige Wissen an kommen Generationen weitergeben.

Lasst uns zusammen eine kleine Reise machen, eine Reise in die Vergangenheit. Wie so oft in der Geschichte, beginnen wir unsere Reise in schwierigen Zeiten. Zeiten in denen manche von uns Menschen nicht frei waren und leider auch nicht als Menschen wahrgenommen wurden. Sie waren Sklaven.

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(Arthur Rothstein/Gee's Bend/Alabama/April 1937)

Das hier ist keine politische Geschichte. Es ist eine Erzählung über Kreativität, unter widrigsten Umständen die uns zu tiefst Inspiriert hat.

Die Wirtschaft in Amerika ist im Aufschwung und die Baumwoll- und Tabakindustrie braucht viele Arbeitskräfte. Um den Markt bedienen zu können wird der Afrikanische Kontinent fortan seiner Einwohner beraubt. Sie sind Menschen mit tief brauner Haut und für damalige Verhältnisse haben sie eine extrem befremdliche Lebensweise. Das macht einfach, ihnen ihre Menschlichkeit wegzunehmen und sie wie Tiere zu behandeln. Sie arbeiten bis ihr Körper nicht mehr kann und sie müssen furchtbares ertragen. 

 

Mit ihrem Eintritt in die USA verlieren sie ihren Status als Mensch.

Es vergehen viele Jahre und ein grausamer Krieg, bis sie befreit werden. Das Problem ist allerdings, dass auch wenn Kriege enden, die Menschen noch von ihm umgeben sind und ihn lange in ihrem Herzen tragen.

„Wenn du nicht fliegen kannst, renne

wenn du nicht rennen kannst, gehe

wenn du nicht gehen kannst, krabble

aber was auch immer du tust, du musst weitermachen.“

Martin Luther King Jr.

Sklaven nennt man jetzt Schwarze und sie müssen sich mit den Psychosozialen und Sozialpolitischen Konsequenzen des Krieges auseinander setzen. Sie geben nicht auf und kämpfen weiter für ihre Grundrechte. Stück für Stück erkämpfen sie ihre Rechte zurück. Sie dürfen zum Beispiel Sharecropper sein und selbst ihre Felder bestellen. Oft allerdings zu sehr schlechten Konditionen und unter widrigsten Bedingungen.

Man stellt ihnen kleine Hütten zur Verfügung in denen sie leben dürfen. Ohne Möbel, Holz zum heizen oder gescheiter Kleidung. Die Zeiten sind extrem hart und es geht immer noch ums überleben.  Obwohl die ehemaligen Sklaven nichts haben, geben sie nicht auf. Ganz im Gegenteil, sie werden kreativ und machen sich ihre eigenen Fähigkeiten zu nutze. Textilreste die für andere nicht gut genug sind werden gesammelt und zusammengenäht. Quilten ist jetzt eine Lebensnotwendigkeit. Die kunstvollen Decken sind sowohl Bett als auch Decke zugleich. Sie spenden wärme, schmücken die Wände und machen durch ihre bunten Farben und individuellen Zusammensetzung auch noch Freude.

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(Arthur Rothstein/Gee's Bend/Alabama/April 1937)

Wir gehen ein Stück weiter in die Zeit. Jetzt sind die ehemaligen Sklaven Afroamerikaner. Sie kämpfen immernoch, jetzt allerdings um Gleichberechtigung. Sie haben verbündete. Große Redner entstehen in den eigenen Kreisen, die ihre Bewegung anführen. Diese werden maßgeblich die Welt verändern und in die Geschichte eingehen.

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Nicht nur dass, der Einfluss der Afroamerikanischen Kultur wird überall auf der Erde sichtbar. Ihre Haut ist nun nicht mehr das einzige was sie ausmacht. Soulfood, Jazz und Namen wie Rosa Parks werden Teil der globalen menschlichen Kultur.

Was einst aus der Not heraus geboren wurde, wird heute gelebt und gefeiert. Genau das wollen wir auch. Wir feiern mit Hingabe, was andere vor uns geschaffen haben. Alte Traditionen wollen wir, bewusst wieder aufleben lassen und mit anderen teilen.

(Arthur Rothstein/Gee's Bend/Alabama/April 1937)